Über 2000 Weine auf dem Prüfstand


2207 Weine sind zur diesjährigen Ausgabe der Internationalen Weinprämierung Zürich eingereicht worden, zehn Prozent mehr als 2018. Das Interesse am Wettbewerb zeigt, dass Konsumenten angesichts des enorm grossen Weinangebotes den Bewertungen der anerkannten Fachjury eine wachsende Bedeutung beimessen. – Der von der EXPOVINA veranstaltete Wettbewerb ist die einzige umfassende Prüfung des Weinangebots auf dem Schweizer Markt.

Gewächse aus 18 Ländern und von 5 Kontinenten wurden bewertet. Die Schweiz dominiert das Teilnehmerfeld mit über 1400 Weinen. Die qualitativ und mengenmässig hervorragende Ernte 2018 dürfte für diese Rekordbeteiligung verantwortlich sein. Der Auftritt der ausländischen Konkurrenten widerspiegelt das aktuelle Angebot im Handel. Italien führt vor Frankreich und Spanien das Feld an, gefolgt von Portugal sowie den USA, Chile, Argentinien und Ungarn. Die Jury bestehend aus rund 150 Fachleuten aus Forschung, Produktion, Handel und Gastronomie beurteilte vom 2. bis zum 5. Juli 2019 im Technopark Zürich die Weine. Sie prüfte die Muster in einer Blinddegustation bezüglich Farbe, Klarheit, Geschmack, Gehalt und Harmonie. Jeder Wein wurde durch eine Gruppe von fünf Experten auf Basis des internationalen 100-Punkte-Systems bewertet.

Erfolgreiche Schweizer Weine

In diesem Jahr konnten die Schweizer Weine erneut zulegen und von den insgesamt 277 Golddiplomen gingen dieses Jahr 194 an Schweizer Weine. 292 einheimische Gewächse holten sich Auszeichnungen in Silber.

Das Wallis bestätigte namentlich bei den Weissweinen mit 41 Gold- und 45 Silberdiplomen seine Führungsrolle. Die Roten aus dem Wallis legten zu und verdienten sich 30 Mal Gold und 43 Mal Silber.

Die Waadt glänzte mit insgesamt 63 Auszeichnungen. 17 Gold- und 29 Silber-Diplome gab es allein für die Weissen. Die Genfer Weine verdienten sich 6 Mal Gold und 3 Mal Silber. 4 Mal Gold und 10 Mal Silber holten sich Vertreter der Drei-Seen-Region.

Erfreulich war der erneut markante Auftritt des Weinbaukantons Tessin. 7 Mal Gold und 14 Mal Silber gab es für die Rotweine. Zwei Weissweine konnten das Silberdiplom für sich verbuchen.

Zweitwichtigste Schweizer Weinbauregion an der Internationalen Weinprämierung Zürich ist traditionellerweise die Deutschschweiz. Sie glänzte dieses Jahr mit einem ausserordentlich erfolgreichen Auftritt. 128 Weine wurden von der Jury mit Diplomen ausgezeichnet, davon 33 mit Gold. Weitere 40 Gold- und 50 Silberdiplome wurden in den weiteren Kategorien (Weissherbst, Schaumwein, Süsswein, Roséweine) vergeben.

Italien weiter in Front
Das für die Schweiz wichtigste Weinland konnte in diesem Jahr seinen Lead bewahren: 70 Diplome gab es zu feiern, davon 30 Mal in Gold und 40 Mal in Silber. Auf «Augenhöhe» begegneten sich im Concours die Vertreter der beiden anderen wichtigen Provenienzen, Frankreich und Spanien, mit 44 resp. 40 Diplomen.
Sonderpreise

Mit den Sonderpreisen werden die besten Weine verschiedener Schweizer Anbaugebiete sowie der bedeutendsten Weinländer Europas und der Neuen Welt ausgezeichnet. Die Sieger konnten die Sonderpreise im Rahmen eines festlichen Gala-Abends am
21. August im Zürcher «Lake Side» entgegennehmen.

Vor den 150 Gästen aus dem Weinfach wurden auch die Besten Weine aus den Kategorien Schaumwein, Biowein, Roséwein und Süsswein geehrt und der Expovina Ausstellerpreis für denjenigen Produzenten, der mit seinen drei besten Weinen das höchste Durchschnittsergebnis erzielt, prämiert.

 

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